Lobt Gott mit Schall!

unter diesem Titel gibt Moravia Cantat am Donnerstag, dem 5. April 2018, um 19.00 Uhr in der Freien evangelischen Gemeinde in Sittensen, Mühlenstraße 10, 27419 Sittensen, ein Konzert mit Psalmvertonungen christlicher und jüdischer Komponisten. Gastchor ist Via Nova aus Sittensen.

Die Psalmen bilden eine wichtige Brücke zwischen Judentum und Christentum. Musiker beider Religionen haben über Jahrhunderte immer wieder neue Vertonungen für die Liturgie und das Konzert geschaffen.

Auf dem Programm stehen u.a. drei kleinere Psalmvertonungen von Heinrich Schütz und zwei Solostücke aus Antonín Dvořáks Zyklus Biblische Lieder, den der tschechische Komponist während seines Aufenthaltes in Amerika nach Texten aus dem Buch der Psalmen schrieb. Der beliebte Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ erklingt in einer Vertonung des Vokalartisten Bobby McFerrin und in einem Satz für Frauenchor des jüdischen Kantors Eduard Birnbaum.

Das vielseitige Programm umfasst auch Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Max Reger, Hugo Distler, Yehezkel Braun und Widmar Hader. Dem Bereich der synagogalen Musik entstammen Psalm-Vertonungen des mährischen Kantors David Rubin, der an der Spanischen Synagoge in Prag wirkte, und von Louis Lewandowski. Lewandowski, Kantor an der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin, war einer der bedeutendsten Komponisten von Synagogenmusik in Deutschland und ging als der größte Reformator der jüdischen liturgischen Musik in die Musikgeschichte ein. Bis heute bilden seine Kompositionen den Grundstock des Repertoires in liberalen und konservativen Synagogen rund um die Welt.

 

An diesem Abend ist der Chor Via Nova aus Sittensen unter der Leitung von René Clair (Tiste) aktives Gastensemble. Via Nova präsentiert Chor- und Instrumentalmusik von J. S. Bach, César Franck, Leonhard Cohen und John Rutter.

René Clair unterstützt Moravia Cantat am Klavier und begleitet Monika Schmitz, Sopran, sowie Sabine Haslinger und Regina Retter bei Werken aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Konzert in Geislingen

Am Samstag, den 17. März 2018 hat in Geislingen die Kulturtagung der Südmährer stattgefunden. Traditionell endet dieses Treffen mit dem Klemens-Maria-Hofbauer-Gottesdienst, den wir musikalisch mitgestalten durften. Doch damit nicht genug, im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Besucher und weitere Interessierte etwa einer Stunde unserem Psalmenprogramm lauschen. Unter dem Titel „Lobt Gott mit Schall“ haben wir in der Kirche Sankt Maria Psalmvertonungen christlicher und jüdischer Komponisten gesungen. Das Programm umfasste Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Max Reger, Hugo Distler, Yehezkel Braun und Widmar Hader. Dem Bereich der synagogalen Musik entstammten Psalmvertonungen des mährischen Kantors David Rubin, der an der Spanischen Synagoge in Prag wirkte. Wir schlossen das Konzert mit einem Höhepunkt ab, der Vertonung des Psalms 42 (Wie ein Hirsch lechzet) von Louis Lewandowski untermalt von der Orgel. In gut zwei Wochen haben wir noch einmal die Gelegenheit, dieses Konzertprogramm zum Besten zu geben. Im Rahmen unserer jährlichen Singwoche werden wir in Sittensen in der Nähe von Bremen auftreten. Wir freuen uns schon drauf!

 

Jahresrückblick

Geprägt war das Jahr von vielen spannenden Begegnungen mit anderen Gruppen. Die monatliche Zusammenkunft haben wir von Freitag bis Sonntag in unserem Probendomizil Haus Südmähren in Ehningen verbracht.

Unser erstes Highlight war die Ostersingwoche in Sigmaringen mit der Gestaltung der Osternacht in St. Fidelis. Während der Singwoche haben wir getanzt, musiziert und die Umgebung von Sigmaringen erkundet.

Das folgende Probenwochenende war etwas besonderes, denn wir konnten mal wieder am DJO Volkstanzfest teilnehmen. Es hat uns großen Spaß gemacht von der lettischen Volkstanzgruppe Trejdeksnitis lettische Tänze zu lernen und zur mitreißenden Musik der Familienmusik Hess bekannte und unbekannte Tänze zu tanzen. Hier wurde die Idee geboren zusammen mit der Familienmusik mal eine Tournee zu machen. Vielleicht 2019 nach Rumänien?

An Pfingsten waren wir im Fichtelgebirge: Wir trafen unseren Partnerchor aus Graslitz und haben ein gemeinsames Kirchenkonzert im Kloster Speinshart gesungen. Das in den Vormonaten erarbeitete Psalmenprogramm konnte im dortigen Kirchenschiff gut zur Geltung kommen und hat auch zum deutsch-tschechischen Schwerpunkt des Klosters gepasst. Natürlich war das Konzert ein willkommener Vorwand die Sängerinnen und Sänger aus Tschechien wieder zu treffen, abends zusammen zu sitzen und gemeinsam zu feiern.

Nun hieß es schnell vom geistlichen zum weltlichen Programm umschalten. Das alljährliche Südmährertreffen nahte und dort boten wir ein buntes Programm aus Tanz, Chor- und Instrumentalmusik.

Ein fliegender Teppich entführte viele Neun- bis Fünfzehnjährige zur 35. Kindersingwoche. Das ferne Thema ‚Orient‘ wurde im Kreuzle fantasievoll in naher Umgebung gestaltet. Vom Dschinn geleitet ging es vom Basar zur östlichen Musik mit viel Spiel und Tanz. Die Freizeit mündete in einem kreativen Abschlusskonzert für die Eltern.

Von der KISIWO kamen ein paar Jugendliche zu unseren nächsten Wochenenden und lernten eins unserer neuen Programme kennen: Dvořáks Liederzyklus ‚In der Natur‘ und dieser begleitete uns bis zum Jahresabschluss.

Jahresabschluss in Ehningen

Alle Jahre wieder trafen wir uns für unser letztes Probenwochenende im Jahr 2017 in Ehningen. Dank des neuen KiSiWo-Nachwuchses haben wir am Samstag in großer Runde getanzt, gesungen und musiziert. Am Abend begaben wir uns in die Karibik und haben gemäß dem Motto Jamaika gefeiert. Das Küchenteam hat uns Hühnchen in Jamaika-Art mit Reis und tropischem Gemüse gezaubert. Neben dem Essen liefen die Koalitionsverhandlungen bezüglich Probenzeiten, falschen Tönen und Tourneezielen. Wie erwartet waren wir dabei sehr erfolgreich. Mit diesen positiven Ergebnissen rundeten wir das Wochenende am Sonntag mit weiteren ausgiebigen Proben ab und freuen uns schon auf das nächste Jahr.

KONZERT / Sommerserenade am Samstag, 29. Juli in der Jahnhalle Geislingen

Ein vielfältiges Programm mit Musik aus Böhmen und Mähren präsentiert das Ensemble Moravia cantat bei seiner Sommerserenade am Samstag, dem 29. Juli, um 20.00 Uhr in der Jahnhalle in Geislingen (Eintritt frei).

Gesungen werden bei der Sommerserenade Volkslieder aus Südmähren und romantische Chormusik von Reger, Brahms, Mendelssohn-Bartholdy und Dvořák.

Bei der Sommerserenade zeigt die Gruppe schwungvolle Volkstänze aus Böhmen, Norddeutschland und Südtirol. Auch ein Ländler auf Musik des aus Mähren stammenden Komponisten Franz Schubert ist zu sehen.

Es spielen Johannes C. Schott (Trompete) und das Streichorchester von Moravia cantat eine Sonata des nordböhmischen Barockmeisters Heinrich Ignaz Franz Biber. Ein Ensemble aus Blockflöten und Streichern musiziert eine Suite des ebenfalls aus Böhmen stammenden Komponisten Johann Kaspar Ferdinand Fischer.

Deutsch-tschechisches Probenwochenende mit Pfingstkonzert

Am Pfingstsamstag hat sich der ganze Chor auf den Weg nach Wunsiedel begeben, wo wir in der dortigen Jugendherberge für das anstehende Wochenende untergebracht wurden. Die Oberpfalz zeigte sich von ihrer sonnigen und sommerlichen Seite und alle waren pünktlich zum Mittagessen und anschließenden Proben vor Ort. Erst getrennt und dann gemeinsam mit dem befreundeten Chor aus Graslitz haben wir unserem Konzertprogramm noch den letzten Schliff verpasst.  Der Abend stand dann im Zeichen des Austauschs und es wurde gemeinsam getanzt und gesungen.

Am Sonntag gab es eine letzte Probe in der Klosterkirche vor Ort, bevor wir am Abend die Zuhörer mit einem vielfältigen Chorprogramm begeisterten. Nähres zum Konzert gibt es auch in der lokalen Presse: https://www.onetz.de/speinshart/kultur/zwei-choere-im-kloster-speinshart-mit-psalmen-bruecken-bauen-d1757530.html

Psalmen im Kloster Speinshart

Speinshart. Am Pfingstsonntag, dem 4. Juni 2017 (19:00 Uhr), gibt Moravia cantat gemeinsam mit dem tschechischen Chor Vivat Musica aus Graslitz (Kraslice) ein Konzert im Kloster Speinshart. In der barocken Klosterkirche erklingen Psalmvertonungen christlicher und jüdischer Komponisten.

Auf dem Programm stehen u.a. Werke von Hugo Distler, Widmar Hader, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Eduard Birnbaum, Louis Lewandowski und Max Reger. Zwei Werke stammen von David Rubin (1837-1922), der mehrere Jahrzehnte als Kantor an der berühmten Spanischen Synagoge in Prag wirkte.

Das Repertoire von Moravia cantat orientiert sich an der reichen Musikkultur der böhmischen Länder. Es umfasst weltliche und geistliche Chormusik ebenso wie historischen Tanz und Volkstanz sowie Instrumentalmusik in verschiedenen Besetzungen. Regelmäßig gibt das 1952 in Stuttgart gegründete Ensemble Konzerte u.a. in Tschechien, wo es schon mit vielen renommierten Chören zusammengearbeitet hat. Außerdem begibt sich die Gruppe immer wieder auf Auslandstourneen und besuchte so bereits Brasilien, Argentinien, die USA, Südafrika, Namibia und Israel.

Chor Vivat Musica aus Graslitz

Mit dem tschechischen Chor Vivat Musica aus Graslitz hat Moravia cantat bereits im April 2015 ein Konzert in Graslitz gegeben, damals zur Eröffnung des Graslitzer Musikfrühlings (Hudební jaro). Der Kammerchor VIVAT MUSICA wurde im Herbst 1991 von Iveta Poslední gegründet, die als Gesangslehrerin an der Musikschule in Graslitz arbeitet. Der Chor tritt regelmäßig in der Tschechischen Republik und im Ausland (Deutschland, Frankreich und Luxemburg) auf. Im Jahr 2002 gewann der Chor den Internationalen Chorwettbewerb in Markneukirchen.

Walter Thurn, Organist der evangelischen Kirchengemeinde Grafenwöhr-Pressath, begleitet Gesangssoli von Monika Schmitz und Jennifer Beutlich und spielt Orgelwerke von Louis Lewandowski, dem großen Erneuerer der Synagogalmusik im 19. Jahrhundert.

Der Eintritt zum Konzert selbst ist frei. Die Besucher werden dafür beim Ausgang um eine angemessene Spende zur Deckung der Unkosten gebeten.

Probenwochenende im April

Bereits eine Woche nach unserer Singwoche trafen wir uns wieder im Haus Südmähren, um unsere Probenarbeit zu festigen und uns weiter auf unser anstehendes Konzert in Speinshart vorzubereiten. Wie immer starteten wir am Samstagmorgen mit einer fröhlichen Tanzprobe, gefolgt von Chor- und Instrumentalproben. Am Nachmittag lag der Fokus auf der Feinarbeit unseres Konzertprogramms für Pfingsten. Besonderes Highlight war dann am Abend unsere Teilnahme am 55. DJO-Volkstanzfest in Stuttgart-Freiberg mit der Egerländer Familienmusik Hess. Endlich fiel unser Probenwochenende mit dem Veranstaltungstermin zusammen und wir konnten ausgiebig das Tanzbein schwingen. Am Sonntag war wieder Arbeit am Konzertprogramm angesagt, bevor wir am Abend uns wieder in alle Himmelsrichtungen verstreuten.

Beim 55. DJO-Tanzfest

Singwoche 2017 in Sigmaringen

Zur traditionellen Ostersingwoche trafen wir uns 2017 in der Jugendherberge in Sigmaringen.
Wir starteten dieses Jahr unkonventionell schon am Ostersamstag und gestalteten musikalisch die Osternacht in der Kirche St.Fidelis. Nach diesem stimmungsvollen Gottesdienst wurden wir herzlichst zu Osterbrot und Sekt im Gemeindehaus eingeladen.
Der Probenalltag  begann für die Meisten mit dem morgendlichen Frühstücksbuffet, für manch Motivierte bereits mit Jogging- und Fahrradrunden durch die Umgebung. Um den Kreislauf in Schwung zu bringen waren danach alle Tänzer zu Kreis-, Quadrat- und Reihentänzen im Probenraum versammelt. Zur Chorprobe und der professionellen Stimmbildung stießen auch die Nicht-Tänzer hinzu. Als Vorbereitung auf das bevorstehende Kirchenkonzert im Kloster Speinshart lag der Schwerpunkt bei mehrstimmigen Psalmvertonungen der letzten Jahrhunderte.
Als weiteres Konzert bereiteten wir die Sommerserenade des Südmährertreffens in Geislingen vor. Dort tritt dieses Jahr das um ein Blockflötenensemble erweiterte Kammerorchester auf. In den wenig verbliebenen Zeitfenstern probte auch unsere Blechbläsertruppe hoch motiviert.
Natürlich wurde nicht nur geprobt sondern es wurde auch ein großes Freizeitprogramm auf die Beine gestellt und genossen. Ein Osterspaziergang am Oberlauf der Donau bildete den Auftakt. Er wurde ergänzt durch eine Stadt- und Tortenbesichtigung Sigmaringens und abgerundet durch eine Führung im Sigmaringer Hohenzollernschloss. Zusätzlich vergnügten wir uns mittags beim inzwischen schon fast historischen „Südmährer Triathlon“, abends bei einer Bastelaktion und nach Einbruch der Nacht mit einer Fackelwanderung. Der Weg zum Bett wurde uns jeden Tag durch eine Gute-Nacht-Geschichte erleichtert.
Diese schöne und schön anstrengende Woche ließen wir mit einem bunten Abend ausklingen.

Singwoche 2017 von Moravia Cantat in Sigmaringen